Seelenarbeit im Wald

... wie ich die Freiheit in meiner Arbeit entdeckte...

Erste Anläufe


Angefangen hat es, wie so Vieles, mit einem Herzenswunsch: Frei sein, Draussen sein.

Schon als ich noch in Portugal gearbeitet habe, sehnte ich mich danach mit meinen Menschen (ich sag so ungern Kunden) nach draußen zu gehen. Und das, obwohl das Ambiente in meinem damaligen Job wirklich ansprechend war.


Viele Anläufe, Schicksalsschläge und Veränderungen später war diese Sehnsucht noch immer sehr groß.

Vor 4 Jahren konnte ich dann mit dem Gartenyoga und Behandlungen im Pavillon in der Selbständigkeit zum ersten Mal einen Teil dieses Traumes verwirklichen. Mehr und mehr streifte ich Gewohntes ab, wagte mich in unbekannte Gefilde.



Und machte mit den ersten Stolpersteinen Bekanntschaft:

Ob es nun die vergnügten Schreie von Kindern (ja, auch von meinen), Insekten oder schlicht und einfach das Wetter war, ich musste erstmal lernen, mit der neuen Situation umzugehen. Eine große Hilfe war da fürs erste mein Gartenpavillon, den ich immer noch sehr gerne für einige Behandlungen nutze. Im Winter ist das leider nicht möglich und ich bin auch sehr dankbar für meinen gemütlichen Behandlungsraum. Diese ungestillte Sehnsucht in mir, nach Urtümlichkeit und Natur, arbeitete allerdings weiter in mir.



Und auch der Faktor Corona trieb das Ganze an. Um weiter arbeiten zu können verlagerte ich mich mehr und mehr nach draussen - und wollte es am Ende gar nicht mehr anders.



Aber wie für Privatsphäre sorgen und den Menschen weiterhin das eins zu eins oder die geschützte Gruppe ermöglichen?


Immer öfter schlug ich bei einer Beratung oder einer individuellen Seelenarbeit vor, doch nach draußen zu gehen, ich lernte die Zeiten einzuschätzen, in denen es ruhig war, und drinnen zu bleiben, wenn draußen viel los war.


Ich begann meine Spaziergänge auszudehnen, das Stückchen Wald nahe unseres Hauses zog mich magisch an.

Ich begann im Selbststudium Haltepositionen und Dehnübungen aus dem Yoga zu praktizieren.

Ich lud Freundinnen ein, mich zu begleiten und testete Atemübungen und Zeiten.

Es hatte mich gepackt.




Endlich fing ich an, Yoga Spirits anzubieten. Dabei verband ich Atemübungen aus dem Qi Gong, Yoga Halte- und Balancepositionen und Naturerfahrung mit Walking.

Sowohl bei mir, als auch bei meinen Schülern zeigte sich, wie sehr uns der Wald dabei unterstützte. Die Bäume halfen allein schon durch ihren Wuchs bei den Übungen, vieles wurde klarer. Die Kriegerpositionen aus dem Yoga bekamen eine neuen, intensiven Fokus Wir arbeiteten ruhiger, konzentrierter.


Inzwischen habe ich die Freiheit, meine Einheiten nach Möglichkeit spontan in den Wald zu verlegen oder aber geschützt im Innenraum anzubieten.




Bei meinen Online Coachings habe ich mittlerweile einen Wald - Wandbehang als Hintergrund, ich kann einfach nicht mehr darauf verzichten. Der Wald erdet, stärkt und lehrt mich unendlich.



Bis dahin noch nichts, was es nicht schon irgendwo gibt, übrigens, Schamanen arbeiten seit jeher im Wald und auch Hexen und Naturheiler wussten um die Heilkraft des Waldes.

Nur wollte ich ja bodenständig und seriös bleiben... Naja, dieser Zug ist wahrscheinlich ohnehin schon abgefahren. Allerdings ist das im Wald an sich keine grosse Sache, was man spürt, das spricht für sich, die Wahrheit ist greifbar.




Mit dem inneren Kind im Wald - ein tiefer systemischer Kontakt


Nachdem ich mir Selbst eine intensive Auszeit mit viel Seelenhygiene gegönnt hatte war dann die Zeit für einen ersten Durchbruchgekommen:

Eigentlich wollte ich nur die Zeiten für meine Kurse im Wald noch einmal mit einer Freundin durchgehen, da öffnete sich mein Blick. Wie so oft bei meiner Arbeit habe ich gefragt, ob ich ihr meine Wahrnehmung mitteilen darf und sprach Sie nach ihrer Erlaubnis auf ihr Inneres Kind an.

Ich merkte bald, wie Sie auch selbst bestätigte, dass sich da eine starke Blockade zeigte. Spontan empfahl ich ihr, sich einen Baum für ihr Inneres Kind auszusuchen. Sie fand ihn sehr schnell, konnte aber wie schon vorher keinen Zugang finden. Ich ließ mich von meiner Intuition leiten und wurde auf die Rückseite des Baumes geführt. "Sieh, was für einen Baum du da für dein Inneres Kind gefunden hast!" sagte ich und zeigte auf die tiefe lange Narbe, die der Baum an seiner Rückseite hatte.

Das erreichte Sie sofort und unmittelbar, und Sie konnte sich öffnen und Ihre Trauer ableiten. Ich war zutiefst beeindruckt, zum einen von der Selbständigkeit meiner Freundin, die ihre Themen so gut und autodidaktisch durchgearbeitet hat, wie immer wenn ich merke, dass jemand in seine Kraft kommt zog ich mich an den Rand ihrer Ausstrahlung zurück. Zum Anderen von diesem Feld, dass sich in diesem Wald auftat, wie von Selbst, und ohne Ein- oder Übergriff von mir. Dass es ihr ermöglichte, loszulassen.


Mir war klar, dass ich jetzt in einen neuen Abschnitt meines Lebens eintauchen durfte, die Erfahrung meiner Freundin hatte mir gezeigt, dass das Arbeiten in und mit der Natur einen wesentlichen Teil in meinem Leben einnehmen sollte. In grosser Dankbarkeit und unglaublich inspiriert musste ich euch einfach diesen Artikel schreiben!


Ich bedanke mich ganz herzlich, dass ich über das Erlebnis meiner Freundin schreiben darf und bei allen, die mich schon auf meinen Touren in und durch den Wald begleitet und inspiriert haben, unter anderem eine gute Freundin, die selbst Waldpädagogin ist und mich mit auf diesen Weg geführt hat. Ich hoffe ihr habt jetzt 1000 Ideen, was ihr selbst im Wald alles anstellen könnt oder meldet euch bei mir wenn ihr mal Lust auf ein ganz besonderes Naturcoaching habt mit viel Gefühl und Tiefe.


Alles liebe, Eure Sundari,

ach und schreibt mir gerne in den Kommentaren, was ihr schon für Erfahrungen im Wald machen durftet!






Übrigens:

So schön es auch ist, Bäume zu umarmen, ich lege am liebsten meine Stirn an den Stamm, und schon kommen meine Gedanken zur Ruhe.

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Über mich

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